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Eggersmann Recylingtechnology

BEKON Plug-Flow-Fermenter

Kontinuierliches Verfahren

Die kontinuierliche Fermentation ist ein robuster Prozess, bei dem konstant besonders große Mengen an Biogas erzeugt werden. Vorzerkleinerte Biomasse wird dazu mittels einer Stopfschnecke dem Fermenter zugeführt, wo sie sich unter anaeroben Bedingungen in einen flüssigen Brei zersetzt.

Der Prozess

Da bei dem Verfahren ausschließlich das in der Biomasse enthalten Prozesswasser zur Verflüssigung genutzt wird, handelt es sich um ein Trockenfermentationsverfahren – bei Nassfermentation muss zusätzliches Wasser ergänzt werden. In dem Fermenter wird das Material von Rührwerken regelmäßig gemischt und dadurch der Stoffaustausch und der Gasaustritt angeregt. Die Durchmischung erfolgt dabei hauptsächlich vertikal, um Schichtbildung sinkender sowie schwimmender Bestandteile zu vermeiden. Durch die Rührwerke wird das Substrat optimal homogenisiert und eine gleichmäßige Vergärung erzielt. Der Austrag des fertig vergorenen Substrats erfolgt mittels Vakuum- oder Kolbenpumpe. Es wird immer genau so viel frische Biomasse an dem einen Ende des länglichen Fermenters hinzugegeben, wie Gärreste am anderen Ende entfernt werden. Dadurch wandert das Substrat automatisch vom Eintrag zum Austrag: Es entsteht ein kontinuierlicher Gärprozess mit besonders hohem Biogasertrag. 

A. Fermenter · B. Logistikhalle · 1. Substrateinbringschnecke · 2. Rührwerke · 3. Rührwerksantrieb (außen) · 4. Hydraulisches Niveau · 5. Gasraum · 6. Biogasaustrag · 7. Substrat-Abzugsrohre · 8. Substratentnahmesystem · 9. Press-Schneckenseparatoren

Vorteile des Verfahrens

Das Verfahren bietet folgende Vorteile:

  • Höchste Biogasproduktion
  • Höchste Wirtschaftlichkeit 
  • Hoher Automatisierungsgrad 
  • Hoher Sicherheitsstandard
  • Höchste Anlagenverfügbarkeit
  • Einfacher Betrieb
  • Grundlastfähige Energieerzeugung
  • Geringer Energiebedarf

Substrateinbringschnecke

  • Automatisierte Materialaufgabe

Rührwerke

  • Niedriger Eigenergieverbauch 

Substratentnahmesystem

  • Automatisierte Materialentnahme

Kompost und Flüssigdünger

Das kontinuierliche Verfahren erzeugt pumpfähige Gärreste, diese können abhängig vom Anlagenkonzept entwässert werden oder mit ausreichend Abfall oder Strukturmaterial kompostiert werden. Nach Entwässerung kann der flüssige Teil als Flüssigdünger landwirtschaftlich verwertet werden, der feste Anteil wird zur Erzeugung von Kompost genutzt. Um für die Kompostierung eine homogene und gut belüftbare Mischung zu erzeugen, empfehlen wir den Einsatz des Gärrestemischers (BRT HARTNER DM). Biogas, Flüssigdünger und Kompost – durch die kontinuierliche Vergärung kann das volle Potenzial von Biomasse entfaltet werden.

Maßgeschneiderte Lösungen

Ähnlich wie die diskontinuierliche Fermentation erlaubt auch das kontinuierliche Verfahren die Schaffung von maßgeschneiderten Lösungen gemäß der benötigten Anlagenkapazität. So kann die Fermentergröße der Substratmenge angepasst werden. Fermenter mit einer Kapazität von 25.000 bis 50.000 Jahrestonnen sind dabei sinnvoll – darüber hinaus empfiehlt sich die Errichtung weiterer Fermenter parallel zu dem ersten. Damit sind der Anlagenkapazität keine Grenzen gesetzt. Im Falle eines erhöhten Aufkommens, können neue Fermenter ergänzt werden.

Anlagenaufbau

1. Logistikhalle · 2. Lagerbucht · 3. Kran · 4. Dosierbunker · 5. Fördertechnik · 6. Überdachter Wartungsgang · 7. Fermenter · 8. Substrateintrag · 9. Antrieb mit Drehmomentstütze · 10. Rührwerk · 11. Probenahmestutzen mit Temperaturmessfühler · 12. Mannloch · 13. Biogasabzug · 14. Entwässerung · 15. Substratentnahmesystem · 16. Press-Schneckenseparatoren · 17. Dekanter · 18. Materialaustrag zur Kompostierung