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Eggersmann Recycling Technology

Eggersmann realisiert neue Aufbereitungsanlage nahe Dublin

Metallrückgewinnung aus Hausmüllverbrennungsasche

Eggersmann Anlagenbau GmbH hat mit der Unterstützung von Kaizen Recycling Limited – dem Händler im Vereinigten Königreich und Irland – für Knockharley Landfill Ltd. nördlich von Dublin (Irland) eine neue Anlage zur Aufbereitung von Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) in Betrieb genommen. 

Über 120.000 Tonnen Rostasche pro Jahr

Die neue Anlage ist auf einen Durchsatz von 59 Tonnen pro Stunde ausgelegt. Bei dem geplanten, achtstündigen Einschichtbetrieb an 255 Tagen jährlich werden so insgesamt über 120.000 Tonnen HMVA aufbereitet. Die Anlage zielt auf die Rückgewinnung von wertvollen Metallen aus der Rostasche ab. Dabei werden nicht nur eisenhaltige Metalle separiert, sondern auch NE-Metalle. Die NE-Metalle werden dabei in den Korngrößen 0 bis 4, 4 bis 10, 10 bis 30 und 30 bis 150 mm gesammelt. Die FE-Fraktion wird dagegen in eine Fraktion in der Größe unter und eine über 150 mm aufgetrennt. 

 

Umfangreiche Verfahrenstechnik

Eggersmann Anlagenbau betreute das Projekt als Generalunternehmer und war von der Planung über die Montage bis hin zur Inbetriebnahme für jede Leistungsphase zuständig. Dazu gehörte beispielsweise auch die Fertigung der 527 Meter umfassenden Fördertechnik. Die größte Herausforderung an die Verfahrenstechnik bei der Rückgewinnung ist die zu Schlacke versinterte Rostasche. Diese durch starke Erhitzung und anschließende Abkühlung der Asche entstandene Mineralik wird in einer Prallmühle zerkleinert, sodass die eingeschlossenen Metalle freigesetzt werden. Mittels starker Magneten, Siebmaschinen, sowie weiteren Separationslösungen können nun weitere Metalle gezielt extrahiert werden.
 

Aufbereitung des Feinanteils der getrockneten HMVA

„Nach der thermischen Behandlung werden Rostasche und Schlacke erst einmal in einem Wasserbad abgekühlt“, erklärt Jens Thomas als zuständiger Projektleiter vom Eggersmann Anlagenbau. „Danach kann entweder die sehr feuchte und auch noch stark abrasive Frischschlacke direkt behandelt werden, oder sie wird erst einmal eingelagert und getrocknet.“ Bei der Einlagerung verbessere sich außerdem auch der PH-Wert. Beide Verfahren verfügen dabei über eine Reihe von Vor- und Nachteilen. „Es gibt dabei kein richtig oder falsch – beide Wege führen zum Ziel. Wir bieten daher auch für beide Verfahren Lösungen an.“ Im Fall der Knockharley Landfill Anlage wird die Rostasche so rund zwei bis drei Wochen getrocknet, bis sie nur noch eine Restfeuchtigkeit von 16 bis 19 % hat. „Es wird hier auch der Feinanteil der Asche von null bis vier Millimeter aufbereitet, um auch wirklich alle Wertstoffe zu extrahieren. Das entspricht einer allgemeinen Tendenz im Markt, die jedoch mit besonderen Herausforderungen ist. Doch mit dem richtigen Konzept ist auch das kein Problem.“

Vom mobil-modularen Konzept zur Recyclinganlage

Seit 2014 bereitet Knockharley Landfill auf dem Gelände HMVA für die anschließende Deponierung auf. Bisher hat das Unternehmen dabei auf eine mobil-modulare Lösung gesetzt. „Der Kunde kam auf uns zu, da die vorherige Mischung aus Mobilmaschinen und stationärer Verfahrenstechnik als Kleinanlage bei diesem anspruchsvollen Material und diesen hohen Durchsätzen nicht mehr ausreichend war“ erläutert Thomas. „Die Zeit war reif für eine komplett schlüsselfertige Recyclinganlage. Diese bietet nicht nur einen höheren Grad an Automatisierung, sondern sie kann auch das stark abrasive Material bewältigen. Das minimiert Wartungs- und Instandsetzungszeiten deutlich.“