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Eggersmann Recylingtechnology

Aufbereitung von Hausmüll

  • Was ist Hausmüll?
  • Wie wird mit Hausmüll verfahren?
  • Wie sollte Hausmüll aufbereitet werden?
  • Was sollte mit den Feinanteilen geschehen?

Je nach Land und Region gibt es Unterschiede in der Zusammensetzung des Hausmülls und dementsprechend wird dieser auch unterschiedlich behandelt.

Was ist Hausmüll?

Hausmüll gehört - wie Gewerbeabfall, Sperrmüll oder Industrieabfall in die weite Kategorie der Siedlungsabfälle. Wie der Begriff „Hausmüll“ bereits andeutet, handelt es sich hier konkret um jene Abfälle, die in Haushalten und haushaltsähnlichen Bereichen anfallen.

Wie wird mit Hausmüll verfahren?

Der Umgang mit Hausmüll fällt unterschiedlich aus – während in Ländern wie den USA immer noch weite Teile des gesamten Siedlungsabfalls inklusive des Hausmülls deponiert werden, hat sich in vielen EU-Staaten die thermische Verwertung für Hausmüll durchgesetzt. Die Deponierung wird für gewöhnlich an eine entsprechende Vorbehandlung des Materials geknüpft, oder es werden besondere Ansprüche an die Deponien gestellt. So werden die Deponien in vielen Ländern mit speziellen Abdichtungen sowie Sickerwasser- und Abgassystemen etc. ausgestattet. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern gibt es allerdings oftmals kaum bis gar keine Vorgaben für die Ausführung der Deponien. Große Mengen Hausmüll werden zudem auf illegalen Deponien entsorgt. 

Wie sollte Hausmüll aufbereitet werden?

Grundsätzlich empfiehlt sich eine Kombination aus mechanischer und biologischer Aufbereitung des Hausmülls. Je nach Zusammensetzung und vor allem Feuchteanteil gibt es unterschiedliche Ansätze. Mit der biologischen Trocknung kann zunächst ein großer Teil der Feuchtigkeit abgeführt werden. Das erleichtert die nachfolgende mechanische Sortierung. Hat man diese Möglichkeit nicht, kann der Hausmüll auch direkt auf eine Sortieranlage gegeben werden. 

Ist der Anteil an Wertstoffen im Material sehr hoch, empfiehlt sich ein „schonender Umgang“ mit dem Material. Die Aufgabe sollte also auf den Sacköffner von BRT HARTNER erfolgen. Dann ist sichergestellt, dass die wertvollen Materialien möglichst wenig verschmutzt oder zerkleinert werden. Außerdem wird die Brandgefahr reduziert, da Batterien oder Druckbehälter nicht beschädigt werden. 

Ist der Anteil an Wertstoffen gering und ist das Ziel der Sortierung die Produktion von Ersatzbrennstoff, wird das Eingangsmaterial in der Regel vorzerkleinert. Hierfür bieten wir unsere stationären ARCTOS, TEUTON oder FORUS Zerkleinerer an. Die TEUTON Schredder besitzen mehr Kraft und leisten einen deutlich höheren Durchsatz, während die FORUS sich mit seinen zwei asynchron laufenden Wellen besonders für sprödes Material oder bei Wicklungsgefahr eignen.

Bei der mechanischen Sortierung - unabhängig davon, ob das Material per Sacköffner oder Schredder in den Prozess aufgegeben wird – sind Key-Komponenten wie Trommelsiebe, Ballistische Separatoren oder Bogenbandsichter der Marken BRT HARTNER oder Eggersmann immer die richtige Wahl. Alle Anteile des Hausmülls, welche weder einer recycelbaren Wertstofffraktion angehören noch als RDF genutzt werden können, gelten als Sortierrest. Dieser kann nur noch deponiert oder thermisch behandelt werden. Im Falle einer thermischen Behandlung ist eine Aufbereitung der Rostasche (MVA) zur Gewinnung von Metallen und Herstellung von Ersatzbaustoffen möglich. Auch hierfür bieten wir Lösungen.

Was sollte mit den Feinanteilen geschehen?

Nach der Sortierung sollten die Feinanteile, die in der Regel zu einem hohen Maße aus organischem Material bestehen, einer biologischen Behandlung zugeführt werden. Sie bietet verschiedene Vorteile:

  • Volumenreduzierung 
    Im Falle einer geplanten Deponierung wird durch eine vorherige Kompostierung oder eine biologische Trocknung wesentlich weniger Volumen benötigt, was die Deponierungskosten erheblich senkt. 
  • Klimaschutz
    Im Falle einer Deponierung setzt unter dem Einfluss von Sauerstoff der Rotte- bzw. Kompostierprozess ein. Sofern die Deponie also nicht versiegelt wird, treten klimaschädliche Gase wie Methan oder Lachgas aus und es kommt zu einem unkontrollierten Temperaturanstieg. 
  • Deutlich erhöhter Brennwert
    Durch die biologische Trocknung erhöht sich der Brennwert des Hausmülls beachtlich. Die thermische Behandlung von unbehandeltem Hausmüll verlangt eine Einspeisung von Energie. Biologisch getrockneter und entsprechend vorsortierter Hausmüll wird dagegen selbst zum vermarktungsfähigen Brennstoff. Wir bieten dafür mit unserem Eggersmann FUEL ein eigenes solides und effizientes Verfahren.
    Selbst wenn Hausmüll nicht zu Ersatzbrennstoff (RDF) aufbereitet wird, senkt die biologische Trocknung die Kosten für die thermische Behandlung deutlich. 
  • Biogasproduktion
    Gerade aus Hausmüll mit einem starken Anteil an Biomasse kann durch Fermentation Biogas gewonnen werden. Dieses Biogas kann entweder direkt verstromt und in das Netzwerk eingespeist oder zu Biogas in Erdgasqualität veredelt werden. Für die bei der Kompostierung entstehende Wärme ist beispielsweise eine gewinnbringende Nutzung als Fernwärme möglich. Unser BEKON Verfahren basiert auf Biogaserzeugung durch Trockenfermentation und ist eine äußerst robuste Lösung für eine konstante Energieerzeugung mit hohem Ertrag.

Zur biologischen Trocknung und Kompostierung selbst führen wir wahlweise unsere CONVAERO mit Membranabdeckung sowie unsere BACKHUS Mietenumsetzer und LANE TURNER LT.

Referenzanlage für Aufbereitung von Hausmüll

Beispiel der realisierten Recyclinganlage:

Recyclinganlage für Industrie-, Gewerbe- und Hausmüll

Dubai

Die Aufbereitungsanlage in Dubai wurde für einen Durchsatz von rund 700 Tonnen Gewerbemüll sowie 500 Tonnen Hausmüll pro Tag konzipiert.